Montag, 29. Juli 2013

28.07. Zug um Zug - der Umzug von Dresden nach Pforzheim

Let's go lehmät.. 
Der Tag ging ja schon gut los. Leo und ich sind früh bei ihm zum Bus gespurtet, um bei mir ausreichend Zeit zu haben für Frühstück und Taschen beladen.. 
Für alle, die noch nicht aufgeklärt wurden: Ich bin mitm Zug umgezogen. Scheinbar liebe ich das Abenteuer.. Ein paar Erfahrungen hatten wir ja schon (s. Radtouren in der Vergangenheit ;-) und nun hab ich eine grandiose Erfahrung mehr. Aber der Reihe nach..
Nach einem dann doch stressigen Start (war ja klar ;P ) ging es mitm Rad zum Bahnhof, und Leo hat noch meinen Rucksack und Laptop geschleppt. Einladen, feststellen, dass Klimanlage im Zug funktioniert, verabschieden und schon ging es los. 9,5 h Stunden und ich sollte in Pforzheim ankommen. soweit der Plan. Habe mich vorher noch um nette Mitfahrer bemüht, hatte ja nen Schön-Wochenend-Ticket von der DB. Auf die Anzeige bei gewissen MFG-Anbietern online hat sich dann Andre gemeldet. Erst sollte ich, wenn möglich seine Tasche mitnehmen, dann habe ich ihm erklärt wie viel Gepäck allein ich dabei habe (!) - da hat er sich entschieden mit der Tasche selbst mitzufahren ;)
Und das war ne super Entscheidung! Denn so nen netten Mitfahrer hatte ich bestimmt noch nie. Wir haben super viel gequatscht über Gott und die Welt und bis auf dass ich zweimal weg gepennt bin (total müde gewesen, die letzten Tage waren lang und die Nächte kurz genug..) hatten wir uns bis Stuttgart die ganze Zeit unterhalten. 
Nochmal zur Erinenrung: gestern sollte angeblich der heißeste Tag des Jahres gewesen sein. Anfangs hat die Klimaanlage auch gut funktioniert, irgendwann ist sie ausgestiegen. Ab Nürnberg hatten wir dann gar keine mehr, dafür waren die Abteile auch gemütlicher, so lange gepolsterte Sitzbänke zum Beine ausstrecken und breit machen, mit großen Schiebefenstern, geht ja doch auch ohne Klimaanlage :)
Neuer Rekord beim umsteigen in Nürnberg: der Zug hatte 10 Min. Verspätung und nein, der Anschlusszug war leider nicht direkt gegenüber, nur auf dem Nachbargleis und man musste Treppen runter und wieder hoch. Bei der Masse an Leuten vor uns, die alle gaaaaanz gemütlich ausgestiegen sind, und bei der Masse an Gepäck die wir schleppten (Danke, denn ich hatte wieder jemanden der meine Kraxe übernommen hat!), haben wir es irgendwie noch in den Zug nach Stuttgart geschafft. Das hatte ich echt nicht mehr erwartet. 
Mein Rad wurde bisschen zum Problemkind, da es mit den Radtaschen (und Bettzeugs aufm Gepäckträger) echt schwer war und nicht leicht in den Zug und wieder raus zu befördern war. Das es nicht einfach werden würde war mir klar,.. 
so ging es also weiter.. und dann hat Andre auch entschieden nicht bis zum Schluss mit nach Pforzheim zu fahren, sondern sich in Stuttgart abholen zu lassen. War ihm dort ne zu lange Aufenthaltszeit. Ok, dachte ich, ist ja seine Sache.. aber er sagte auch gleich, er würde meinen Rucksack mitnehmen und ihn mir in Pforzheim vorbeibringen. Echt nett! 
Ich war sprachlos, als er mir dann nicht nur den großen Rucksack sondern auch meinen kleinen (den hab ich vorne getragen) und eine Radtasche inkl. dem Bettzeugs abgenommen hat. Hab wohl wirklich sein volles Mitleid gehabt, wie ich da so bepackt war ;) 
Ich bin ihm Mammutbaumriesig-dankbar dafür. Ab da war die Weiterreise nur noch ein Klacks. Na ja, dachte ich jedenfalls. Also weniger Gepäck und ab in den nächsten Zug. Eigentlich nur noch ne halbe Stunde. Ich saß gleich neben meinem Rad im Zug, und wurde von der anderen Seite von nem Kleinkind die ganze Zeit in die Seite geboxt. 
Es waren mind. genauso viele Kinderwagen wie Fahrräder im Abteil, nebst den Familien von den Kindern aus aller Welt. Indisch, Türkisch, Griechisch.. !? ich konnte die Sprachen gar nicht alle zuordnen, verstanden hat man eh nichts ;D 
Der Blitz hat uns dann auch getroffen. Kein Scherz, und auch noch 2 Minuten vor Pforzheim. Das tolle Sommerwetter hat sich nämlich schon in Stuttgart in einen Regenguss verwandelt. Richtig erfrischend bei der Wärme (!) und dann kam das Gewitter dazu. 
Also standen wir kurz vor Pforzheim in der Pampa und nichts ging mehr. Nervöse Durchsagen vom Lokführer, Schaffner die klatschnass irgendwo aufm Dach was repariert haben und nach ner halben Stunde ging es zum Glück endlich weiter. Meine Reisezeit hat es somit nochn bisschen ausgedehnt. 
Da ich wenig Gepäck hatte :) konnte ich auch zu meiner neuen Wohnung radeln, auf den Bus warten hatte ich auch keine Lust mehr. Dabei merkt man gleich, dass es hier echt bergig ist. also habe ich zum Schluss doch noch geschoben ;)
Aber k.o. und glücklich endlich angekommen zu sein. Die Vermieterin ist auch super nett, und das Haus liegt in einem alten Stadtteil, der im Krieg nicht mit Bomben zerstört wurde. (denkt mal an die Prager Str. in Dresden.. so hässlche Betongebäude gibt es hier auch viel, Pforzheim wurde fast komplett zerstört, aber einige der schönen Altbauden stehen noch an einigen Ecken. ist hier sehr gemischt..)
Andre hat dann noch mein Gepäck vorbei gebracht :) so viel zu gestern. Morgen schreib ich euch was zur Stadt und der WG hier.. Donnerstag startet meine Diplomarbeit, die Firma habe ich mir heute schon mal von außen kurz angeschaut.

3 Kommentare:

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  2. Hihi, da haste ja seit unserem Telefonat doch noch was erlebt... wenn das Kleinkind dasselbe war, das die ganze Zeit so geschrien hat, dann hätte ich mal zurückgeboxt ;) Viel Spaß noch beim Einleben!
    PS: Saß heut in der Bib und hatte vergessen mein Handy lautlos zu stellen, auf einmal kam ein Haufen SMS von dir rein... eine ausm Zug und die nach eurer Packaktion in DD. Technik, die begeistert!

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  3. Danka, das klingt toll und nach Abenteuer!
    Ich hoffe du hast ne schöne Zeit da!

    Ich les immer gerne Blogs, also schreib viel! :)

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